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Huforthopädie
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Vorsiebschotter im Offenstall
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Wir halten unsere Pferde im Offenstall. Für die drei
Pferde in unserem Stall stehen ständig rund 300 m² Lauffläche
sowie 50 m² Futterstall und 30 m² Schlafstall zur Verfügung.
Hinzu kommen Wiesen von ca. 2ha, die sie ganzjährig beweiden dürfen,
und von denen wir im Sommer auch unser Heu gewinnen.
Angeregt von Jochen Biernat, der seine Pferde jahrelang so hielt und damit
nur gute Erfahrungen gesammelt hat, haben wir den Auslaufboden mit Vorsiebschotter
befestigt.

Vorsiebschotter ist der preisgünstigste Schotter,
darin sind Steine (fast) aller Größen bis hin zum Sand enthalten.
Sein Vorteil ist dadurch, dass er sich mit der Zeit so fest tritt, dass
er sogar abgefegt werden kann und lose Steine fast nicht mehr zu finden
sind. Die eingetretetenen Steine runden sich mit der Zeit durch den Abrieb
und das Regenwasser.
Wenn einmal die Pferdehaltung aufgegeben wird,
erobert sich die Natur den Raum schnell wieder und der Besitzer erhält
einen sehr belastbaren Schotterrasen.
Was macht Schotterboden mit den Hufen unserer Pferde?
Schotter ist ein sehr reizintensiver Boden. Zunächst gehen die Pferde
darauf sehr fühlig. Aber Reize fachen die Lebenstätigkeit an,
das Steppentier Pferd passt sein Hornwachstum dieser Belastung an. So
sind nach anfänglicher Eingewöhnungsphase unsere Pferde auch
beim Ausritt wesentlich unempfindlicher gegenüber steinigen Böden.
Im Gegensatz zu Pflaster- und Betonboden ist Schotter abriebarm. Die Hufe
laufen sich im Schotterauslauf wesentlich weniger ab. Das hat Vorteile
wenn man, wie wir, fast ausschließlich im Gelände reitet und
auf genügend Hornwachstum und wenig Abrieb angewiesen ist.
Nicht alles bei uns ist jedoch geschottert! Unser Futterstall
ist ein alter Rinderstall mit Betonboden. Hier gibt es auch keine Einstreu.
Dieser Stall wird täglich komplett sauber gefegt. Hier haben es die
Pferde bei jedem Wetter sauber und trocken.
Der Lieblingsplatz der Pferde im Auslauf (mit viel Sonne und dem besten
Rundum-Blick ) ist nicht geschottert: dort liegt die vom Auslaufboden
abgezogene Erde, auf die wir noch ein Trennvlies legen wollen, damit wir
eine Fuhre Sand zum Wälzen und Koten ausbringen können. Unsere
Pferde suchen gerne „ihre“ Toilette auf und je attraktiver sie ihnen gemacht
wird, umso weniger „müssen“ sie im Schlafstall machen.
Der Schlafstall hat je einen Ausgang auf zwei Seiten über Eck, und
einen Naturboden. 12m² sind davon als Liegefläche eingestreut.
Bei der Einstreu bin ich experimentierfreudig und probiere verschiedene
Varianten aus (Praxisbericht Einstreu)

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