Dorothea Lüer

DIfHO geprüfte Huforthopädin

Huforthopädie

Informationen / Kontakt

BLOG

Download

Fallbeispiele

Praxistest

Links

Impressum

Vorsiebschotter im Offenstall [zurück]:

Wir halten unsere Pferde im Offenstall. Für die drei Pferde in unserem Stall stehen ständig rund 300 m² Lauffläche sowie 50 m² Futterstall und 30 m² Schlafstall zur Verfügung. Hinzu kommen Wiesen von ca. 2ha, die sie ganzjährig beweiden dürfen, und von denen wir im Sommer auch unser Heu gewinnen.
Angeregt von Jochen Biernat, der seine Pferde jahrelang so hielt und damit nur gute Erfahrungen gesammelt hat, haben wir den Auslaufboden mit Vorsiebschotter befestigt.


Vorsiebschotter ist der preisgünstigste Schotter, darin sind Steine (fast) aller Größen bis hin zum Sand enthalten. Sein Vorteil ist dadurch, dass er sich mit der Zeit so fest tritt, dass er sogar abgefegt werden kann und lose Steine fast nicht mehr zu finden sind. Die eingetretetenen Steine runden sich mit der Zeit durch den Abrieb und das Regenwasser.
Wenn einmal die Pferdehaltung aufgegeben wird, erobert sich die Natur den Raum schnell wieder und der Besitzer erhält einen sehr belastbaren Schotterrasen.

Was macht Schotterboden mit den Hufen unserer Pferde?
Schotter ist ein sehr reizintensiver Boden. Zunächst gehen die Pferde darauf sehr fühlig. Aber Reize fachen die Lebenstätigkeit an, das Steppentier Pferd passt sein Hornwachstum dieser Belastung an. So sind nach anfänglicher Eingewöhnungsphase unsere Pferde auch beim Ausritt wesentlich unempfindlicher gegenüber steinigen Böden.
Im Gegensatz zu Pflaster- und Betonboden ist Schotter abriebarm. Die Hufe laufen sich im Schotterauslauf wesentlich weniger ab. Das hat Vorteile wenn man, wie wir, fast ausschließlich im Gelände reitet und auf genügend Hornwachstum und wenig Abrieb angewiesen ist.

Nicht alles bei uns ist jedoch geschottert! Unser Futterstall ist ein alter Rinderstall mit Betonboden. Hier gibt es auch keine Einstreu. Dieser Stall wird täglich komplett sauber gefegt. Hier haben es die Pferde bei jedem Wetter sauber und trocken.
Der Lieblingsplatz der Pferde im Auslauf (mit viel Sonne und dem besten Rundum-Blick ) ist nicht geschottert: dort liegt die vom Auslaufboden abgezogene Erde, auf die wir noch ein Trennvlies legen wollen, damit wir eine Fuhre Sand zum Wälzen und Koten ausbringen können. Unsere Pferde suchen gerne „ihre“ Toilette auf und je attraktiver sie ihnen gemacht wird, umso weniger „müssen“ sie im Schlafstall machen.
Der Schlafstall hat je einen Ausgang auf zwei Seiten über Eck, und einen Naturboden. 12m² sind davon als Liegefläche eingestreut. Bei der Einstreu bin ich experimentierfreudig und probiere verschiedene Varianten aus (Praxisbericht Einstreu)