Dorothea Lüer

DIfHO geprüfte Huforthopädin

Huforthopädie

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Fallbeispiel 9: [zurück]

Rehepferd
Sina Deutsches Reitpony (Mix), 22 Jahre
Behandlungsbeginn März 2006, Zwischenstände August 2006 und Februar 2008
März 2006:

August 2006:

Februar 2008:

Sina ist eine Endmaß-Ponystute mit Cushing-Syndrom. Durch die korrekte Einstellung mit Medikamenten ist sie seit Anfang 2006 stabil und zeigt keine Reheschübe mehr. Die behandelnde Tierärztin hatte sich mit unterschiedlichen Beschlagsvarianten an den Hufen versucht und sie schließlich in diese verheerende Situation gebracht, in der sie mir vorgestellt wurde. Die ersten Fotos sind auf weichem Boden gemacht worden, weil die Stute kaum stehen konnte. Durch das abflexen der Zehenwand wurden die Seitenwände so überlastet, dass sie schließlich kollabierten und nach außen wegdrifteten. Das Hufinnere (mit dem Pferdegewicht) hatte keinen Halt mehr in der Hornkapsel. Daher die Rillen und die schier unglaublichen Verformungen der Hufwand. Bei den Fotos vom August 2006 kann man gut sehen, wie das Horn von oben stabil und ruhig nachwächst und das untaugliche Horn unten herausschiebt.
Mittlerweile läuft die Stute einwandfrei auch auf längeren Ritten und darf sich auch im Freispringen üben. Die Besitzerin hat in der Zwischenzeit die Ausbildung zur Huforthopädin absolviert und ist selbst im Raum Göppingen erfolgreich an Pferdehufen unterwegs. Bei Fragen zum Thema Rehe und Cushing ist sie eine echte Expertin: Man kann sie gerne anschreiben: anke_burchard@web.de

Zum Fall Sina liegen uns auch Röntgenbilder vor, die sehr wohl belegen, dass bei einer korrekten huforthopädischen Behandlung die Knochenachse sehr wohl wieder einen festen Verbund mit der Hufwand eingeht und somit eine sogenannte Hufbeinsenkung und Rotation rückgängig gemacht werden kann: