Sina ist eine Endmaß-Ponystute mit Cushing-Syndrom.
Durch die korrekte Einstellung mit Medikamenten ist sie seit Anfang
2006 stabil und zeigt keine Reheschübe mehr. Die behandelnde
Tierärztin hatte sich mit unterschiedlichen Beschlagsvarianten
an den Hufen versucht und sie schließlich in diese verheerende
Situation gebracht, in der sie mir vorgestellt wurde. Die ersten
Fotos sind auf weichem Boden gemacht worden, weil die Stute kaum
stehen konnte. Durch das abflexen der Zehenwand wurden die Seitenwände
so überlastet, dass sie schließlich kollabierten und
nach außen wegdrifteten. Das Hufinnere (mit dem Pferdegewicht)
hatte keinen Halt mehr in der Hornkapsel. Daher die Rillen und die
schier unglaublichen Verformungen der Hufwand. Bei den Fotos vom
August 2006 kann man gut sehen, wie das Horn von oben stabil und
ruhig nachwächst und das untaugliche Horn unten herausschiebt.
Mittlerweile läuft die Stute einwandfrei auch auf längeren
Ritten und darf sich auch im Freispringen üben. Die Besitzerin
hat in der Zwischenzeit die Ausbildung zur Huforthopädin absolviert
und ist selbst im Raum Göppingen erfolgreich an Pferdehufen
unterwegs. Bei Fragen zum Thema Rehe und Cushing ist sie eine echte
Expertin: Man kann sie gerne anschreiben: anke_burchard@web.de
Zum Fall Sina liegen uns auch Röntgenbilder vor, die sehr
wohl belegen, dass bei einer korrekten huforthopädischen Behandlung
die Knochenachse sehr wohl wieder einen festen Verbund mit der Hufwand
eingeht und somit eine sogenannte Hufbeinsenkung und Rotation rückgängig
gemacht werden kann:
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