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Herzlich Willkommen auf den Seiten von Dorothea Lüer, Huforthopädin.
Sie können sich hier über die Wirkweise der huforthopädischen Behandlungsmethode - angewandter Hufphysik - informieren. In Fallbeispielen dokumentiere ich Beispiele aus meiner praktischen Arbeit. Von Zeit zu Zeit gibt es einen Blogbeitrag, mal zum Schmunzeln, mal zum Ärgern, je nachdem… Die Praxistests sind meine Erfahrungen als Pferdehalterin mit Produkten und Lösungen: nicht gesponsert, absolut persönlich, rein privat! Im Downloadbereich finden Sie Wissenswertes zu verschiedenen Themen rund um die Hufe und in der Linksammlung schließlich eine kleine Auflistung netter und/oder nützlicher Web-Auftritte. Viel Spaß beim Stöbern! Ich freue mich über Rückmeldung!

Kontaktieren Sie mich bitte unter:

dorothea@luer.de
Telefon 07046-884742
Mobil 0163-6975182



AKTUELL:

Hufe lesen

Gestern hatte ich wieder eine Situation, bei der ich mich zunächst gewundert habe, mich aber dann selbst an der Nase fassen musste: mir wurde ein Pferd gezeigt verbunden mit der Frage, ob es wohl möglich sei, dass dieses aufs Barhuflaufen umgestellt werden könne. Ich sah die Hufzustände und bei mir schrillten alle Alarmglocken. Meinem langjährigen Hufkunden, der später der Besitzerin berichten wollte, zählte ich all die Alarmzeichen an den Hufen auf,  merkte dann aber schnell, dass er längst ausgestiegen war: zu viel Information! Auch er hatte nur gesehen, dass die Hufe wohl „schlecht“ seien, aber was das Problem war, konnte er nicht benennen.

Dabei ist es nicht so schwer, Hufe „lesen“ zu lernen. Hier die erste Lektion:

Schauen Sie die Hufe Ihres Pferdes von vorne und von unten an: sind sie gleichmäßig geformt? Gibt es Unterschiede zwischen der inneren und äußeren Hufwand, Beulen, Rillen oder gar Spalten? Sind die parallelen Hufe unterschiedlich hoch und breit? Stehen von der Seite betrachtet Huf und Fessel in einer Linie, ist die Zehenwand parallel zur Trachtenwand oder sind letztere untergeschoben? Stauen die Seitenwände hoch, so dass der Kronsaum einen Bogen nach oben schlägt?

Beim nachfolgenden Beispiel zeigen die roten Linien den Verlauf der Zehenwand und der Trachtenwand. Sie haben ihre Parallelität eingebüßt, die Trachtenwand ist untergeschoben. In der Folge staut die Wand durch die Überlastung nach oben, der Kronsaum schlägt einen Bogen (siehe roter Bogen). An der gestrichelten roten Linie ist eine Rille markiert, welche die Hornermüdung an der Stelle darstellt, an der die Überlastung der Trachte für einen geraden Wandverlauf zu stark wird. Die blaue Linie zeigt die gebrochene Huf-Fesselachse an.

Das zweite Bild zeigt den selben Huf ein Jahr später: die Huf-Fessel-Achse ist korrekt, Zehenwand und Trachtenwand sind parallel, es ist kein Horn mehr hochgestaut und die Überlastungsrille ist nur noch fühl- aber nicht mehr sichtbar (und hat somit physikalisch auch praktisch keine Wirkung mehr). 


Das Beispiel ungleicher Hufhälften folgt im nächsten Blogbeitrag.